Friedenssymbol für Europa


Friedens-Buddha des Dalai Lama steht in der botanika Bremen Ein Symbol des Friedens und der Völkerverständigung steht seit 2017 in Bremen. Auf Initiative des Dalai Lama soll es eine Buddha-Statue für jeden Kontinent der Erde geben, deren zentrale Botschaft der Friedensgedanke ist. Dieser Friedens-Buddha stammt aus Südindien, und der Abgesandte für Europa in Bremen steht seit Sommer 2017 in der botanika im Rhododendron-Park.

Die Hoffnung auf Frieden hört niemals auf, erklärt der Dalai Lama, der im Rahmen seines Weltfriedensprojekts auf allen Kontinenten eine identische Statue errichten lassen möchte. Diese sollen keine buddhistische Kultstätte darstellen, sondern vielmehr als allgemeines Friedensymbol für alle Menschen stehen, unabhängig von deren religiöser oder ethnischer Zugehörigkeit. Dass die norddeutsche Metropole zu der Ehre kam, den europäischen Buddha zu beherbergen, ist unter anderem Verdienst des Vereins der Sieben Faulen e.V.

Bremen als idealer Standort

Für den europäischen Kontinent wurde die botanika mit dem sie umgebenden Bremer Rhododendron-Park als idealer Standort für den Friedens-Buddha ausgewählt: „Es ist uns eine große Ehre, den europäischen Friedens-Buddha in Bremen begrüßen und aufstellen zu dürfen“, so Ronny Meyer, Staatsrat beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. „Dass ausgerechnet Bremen den Zuschlag erhalten hat, ist sicherlich auch einem Quäntchen Glück zu verdanken“, fügt Meyer hinzu. Das Umweltressort der Hansestadt ist verantwortlich für den Bremer Rhododendron-Park und die botanika und ist daher auch offizieller Empfänger der Statue. „Die Achtung gegenüber der Natur ist ein zentrales Thema im Rhododendron-Park und der botanika. Insbesondere der Erhalt der Schönheit und Vielfalt unserer Erde wird in beiden Einrichtungen groß geschrieben. Über die Spruchbänder mit den Artikeln aus der UN-Charta der Menschenrechte ist hier außerdem die Bedeutung des friedvollen Umgangs der Menschen untereinander präsent“, ergänzt der Staatsrat.

Diese Kombination aus Umwelt- und Friedensaspekten war ausschlaggebend: „Die botanika in Bremen ist europaweit einzigartig. Hier wird einerseits die Natur der Himalayaregion auf anschauliche Weise einer breiten Öffentlichkeit präsentiert, andererseits sind buddhistische Elemente – wie Gebetsmühlen oder eine Mani-Mauer – in die außergewöhnliche botanischen Sammlung integriert. Die ist kein buddhistischer Tempel, sondern ein Ort der Erholung, der allen Menschen zugänglich ist“ erläutert Lama Doboom Tulku. Als Direktor des Tibet House Neu-Delhi war er unmittelbar an der Entscheidung zugunsten des Bremer Naturerlebniszentrums beteiligt.


Friedenssymbol für Europa

Auf der Schenkungsurkunde vom Tibet-Haus in Neu Delhi ist folgendes zu lesen: „Der Dalai Lama hat einen Traum von einer friedlichen Welt“. Der Text betont die „gegenseitige Abhängigkeit aller Menschen mit ihrer empfindlichen Umwelt“ und „das Gefühl der universellen Verantwortung“ aller Bürger. Weiter heißt es: „Dieses Geschenk der Buddha-Statue, von Seiner Heiligkeit des vierzehnten Dalai Lama und dem Volk von Tibet, unterstreicht die tiefe Achtung und Zuneigung für Europa und die ganze Welt.“

Carsten Sieling, Bürgermeister der Stadt Bremen unterstreicht die Bedeutung des Buddhas als Symbol des Friedens: „Das Jahr 2016 war geprägt von Krieg und Terror. Wenn jetzt eine Statue für den Frieden in Europa und auf der ganzen Welt errichtet wurde, ist dies auch ein Zeichen der Hoffnung auf ein besinnlichere und friedfertigere Jahre.“ Wenngleich es sich bei der Staue um eine Darstellung des Siddharta Gautama und damit um den Begründer der Buddhismus handelt, so ist die zentrale Bedeutung des Mahnmals weniger eine buddhistische, sondern vielmehr ein Aufruf zum friedfertigen Miteinander aller Menschen und zur Verständigung zwischen Völkern.


Transport nach Bremen und Bedeutung für den Tourismus

Als weltliches Symbol begrüßt auch die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) den Friedens-Buddha: „Ich freue mich bei der Ankunft der Statue dabei gewesen zu sein. Der Friedens-Buddha, wird uns sicherlich viele Touristen bescheren, die ohne dieses höchst interessante Projekt womöglich gar nicht auf unsere schöne Hansestadt aufmerksam geworden wären“ meint Peter Siemering, Geschäftsführer der BTZ. Als Vorstandsmitglied im Verein „Die Sieben Faulen“ hat Siemering außerdem den Transport der 2,40 Meter hohen Statue organisiert und über den Verein auch finanziert.

„Wir fanden die Idee faszinierend, dass der Dalai Llama jedem Kontinent ein Friedenssymbol schenkt. Das europäische Exemplar für die weltoffene Handelsstadt Bremen zu bekommen, war für uns sehr passend. Das ist Völkerverständigung pur – und die botanika ist prädestiniert als Standort. Und dann haben wir uns daran gemacht, ihn hierher zu holen. Auf einem abenteuerlichen Weg aus Südwest-Indien, zunächst per LKW, dann per Schiff über Pyungtaek in Süd-Korea, dann durch den Suez-Kanal bis Bremerhaven. Und dann von Bremerhaven mit dem LKW in die botanika. Dabei haben viele den „Sieben Faulen“ geholfen, so zum Beispiel Astrid Tille und Arno Seichter von der Agentur Wallenius Wilhelmsen Logistics, Axel Rohrssen von der Reederei Wallenius, Eukor Lines und Fabian Markmann mit Lutz Peper von der Spedition Liftkontor Bremen. Eine tolle Zusammenarbeit – absolut im Sinne des Vereins!“

Neben dem in drei Teile zerlegten Buddha sind auch tausende Mantrarollen zur Befüllung von Indien nach Europa gereist. Denn nach buddhistischem Brauch wurde das Friedenssymbol im August 2017 mit diesen Gebetsrollen befüllt und geweiht. Geshe Pema Samten, Leiter des Tibetischen Zentrums Hamburg, leitete die Zeremonie, die mehrere Tage in Anspruch nahm. Weitere Informationen unter www.botanika-bremen.de und unter www.friedens-buddha.de.


botanika Bremen

Die botanika in Bremen verfügt gemeinsam mit dem Rhododendronpark Bremen über die zweitgrößte Rhododendronsammlung der Welt. In ihren Schaugewächshäusern entführt die Erlebniswelt in verschiedene asiatische Landschaften vom japanischen Zen-Garten, über die Inselwelt von Borneo und Neuguinea bis zu den Bergwelten des Himalaya.

Auch die Kulturen der dargestellten Länder sind Teil der Ausstellung. So ist hier nicht nur die größte liegende aus Bronze gegossene Buddha-Statue außerhalb Asiens zu finden, sondern auch ein original chinesischer Teepavillon sowie mehrere Gebetsmühlen. Im interaktiven Entdeckerzentrum tauchen die Besucher in die Welt der Pflanzen ein und erfahren an vielen Experimentierstationen mehr über die Überlebenstricks der Gewächse und die Artenvielfalt.

 

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