Presseinformation

Die Sieben Faulen finanzieren Zwei Schau-Fenster

für Friedrich Engels


Neue Infotafeln in der Innenstadt informieren Bremer und Touristen über den berühmten Publizisten und sein Schaffen in Bremen.

Friedrich Engels (1820–1895) erlangte im Tandem mit Karl Marx als Politiker, Publizist, Militärtheoretiker und Philosoph Weltruhm. Was viele nicht wissen: Den Grundstein zu dieser beachtlichen Karriere legte er während seiner Ausbildungszeit in Bremen von 1838 bis 1841. Direkt gegenüber seiner damaligen Wirkungsstätte an der Mar-tinikirche erinnern nun zwei Schau-Fenster an Friedrich Engels, die am Donnerstag (4. Juni 2015) feierlich enthüllt wurden.

Gemeinsam entwickelten die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) und der Bremer Autor Johann-Günther König die Idee bis zur Umsetzung und fanden im Verein "Die Sieben Faulen e. V." den Geldgeber für die Aktion. König hatte bereits 2007 ein Buch über Friedrich Engels veröffentlicht und ist fasziniert von dessen Person und Schaffen in der Hansestadt. "Als Friedrich Engels vor 177 Jahren, im Sommer 1838, in Bremen eintraf, war der 18-Jährige noch ein unbeschriebenes Blatt. Als er Bremen Ostern 1841 wieder verließ, hatte er sich bereits einen großen Namen als Journalist bzw. Korrespondent gemacht", erklärt er und fügt hinzu: "In der Freien Hansestadt traf der junge Engels nicht zuletzt auf Kaufleute, die dazu beitrugen, dass der wissbegierige junge Unter-nehmersohn aus Barmen bei Wuppertal in Bremen einen ungeheuren geistigen Ent-wicklungssprung machen konnte. Die Grundlage für sein späteres weltgeschichtliches Wirken legte Friedrich Engels hier. Er ist der berühmteste Zieh-Sohn unserer Stadt."

Auch für BTZ-Geschäftsführer Peter Siemering ist die Verbindung von Engels zur Han-sestadt ein Glücksfall: "Viele Touristen interessieren sich für die berühmten Töchter und Söhne einer Stadt, die sie besuchen." So warb Bremen bereits in der Vergangen-heit mit seiner engen Verbindung zum Beispiel zum Friedensnobelpreisträger Ludwig Quidde (in Bremen geboren), zum "Benimm-Papst" Freiherr von Knigge (liegt im Bre-mer-Dom begraben) oder zur ebenfalls in Bremen geborenen Musik-Legende James ("Hansi") Last. "Aber Friedrich Engels hat für uns noch eine ganz besondere Bedeu-tung", fügt Siemering hinzu. "Denn speziell für chinesische Touristen gilt der Publizist als Ikone und seine Wirkungsstätten sind beliebtes Ziel vieler Städtereisen. In China kennt ihn einfach jedes Kind." 2014 bekam Wuppertal, der Geburtsort Engels', von den Chinesen sogar eine eigene Engels-Statue geschenkt. Sie ist nun, gemeinsam mit dem Engels-Haus, ein beliebter Anziehungspunkt für Gäste aus Fernost. Auch Bremen erfreut sich steigender Beliebtheit bei Touristen aus China. Von 2003 bis heute ver-dreifachte sich die Zahl der Übernachtungen aus China in der Hansestadt auf inzwi-schen knapp 10.000 pro Jahr. "Viele dieser Gäste reisten bisher auf den Spuren der in China sehr beliebten Stadtmusikanten entlang der Deutschen Märchenstraße. Mit den neuen Engels-Fenstern haben wir nun aber eine weitere Attraktion für diese Zielgrup-pe", so Siemering. Das Bremen Tourismusbüro in Shanghai wird diese Infotafeln in China bei allen Reiseagenturen bekannt machen.

Zentral und gut erreichbar informieren ab sofort zwei große Schau-Fenster am Bre-denplatz/Martinistraße 27 auf Deutsch, Englisch und Mandarin über das Wirken von Friedrich Engels in Bremen. Gestaltet wurden die Infotafeln von der Bremer Agentur Kluge König Kommunikation. Autor Johann-Günther König zum Standort: "Engels' Lehrherr war der Königlich-Sächsische Konsul Heinrich Leupold, der mit Leinen, aber auch mit Kaffee und Zigarren handelte. Das imposante Wohn- und Packhaus, in dem Engels täglich ein- und ausging, befand sich ungefähr dort, wo heute die Schau-Fenster am Gebäude mit der erhalten gebliebenen Rokokofassade zu sehen sind. Unterkunft mit Familienanschluss genoss der Sohn eines Unternehmers gleich gegen-über bei den Treviranus' im Pastorenhaus der St. Martinikirche. Einen besseren Platz hätten wir uns für die Tafeln nicht wünschen können!" Weitere Informationen gibt es dreisprachig online (auch per QR-Code auf den Infota-feln erreichbar) unter www.bremen-tourismus.de/friedrich-engels.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
DIE SIEBEN FAULEN E. V. c/o BTZ Bremer Touristik-Zentrale GmbH Peter Siemering, Tel. 04 21 / 30 800 – 12, Fax 04 21 / 30 800 – 36 E-Mail: info@die-sieben-faulen-bremen.de, Findorffstraße 105, 28215 Bremen

 

Zurück